Winter und Helligkeit? Meistens Fehlanzeige! Wie wir trotzdem zu mehr Wachheit und Aufnahmefähigkeit gelangen. Newsletter I 2014

Zwar haben wir momentan fast keinen Schnee und somit gefühlt keinen richtigen Winter, doch was die fehlende Helligkeit angeht, herrscht doch Winter. Die Tage sind mehrheitlich grau und trüb – und da sollen wir genauso aktiv und leistungsfähig sein wie zu schönsten Frühlingstagen!

Erklären lässt sich die Schlappheit und Müdigkeit, die wir zu solchen Zeiten oft empfinden, ganz einfach: Unser Gehirn reagiert auf Dunkelheit mit dem vermehrten Ausstoß des Schlafhormons Melatonin. Das ist theoretisch auch sehr sinnvoll, weil wir dadurch abends, wenn es dunkel wird, müde werden und schlafen können. Es wird vermutet, dass Licht bestimmte Rezeptoren auf unserer Netzhaut aktiviert, die dann wiederum im Gehirn den Befehl auslösen, Glückshormone und wichtige Botenstoffe auszusenden. Bleibt das aus, werden wir müde und niedergeschlagen.

Leider fehlt in der Praxis tagsüber oft das Licht, so dass die Botenstoffe, die uns aktiv machen, nicht oder in nur zu geringem Maße ausgestoßen werden. Zudem wird unser Melatoninausstoß hochgefahren, wir werden müde, obwohl wir das gerade gar nicht brauchen können.

Abhilfe ist leichter als man denkt:

1. Achten Sie auf die richtige Schlafmenge. Zu wenig Schlaf lässt uns sowieso müde bleiben, zudem werden dann die normalen Tagestiefs als noch tiefer empfunden.
Zuviel Schlaf macht uns ebenfalls nicht wach, wir kommen nicht richtig in Schwung.

2. Denken Sie an eine ausreichende Sauerstoffversorgung Ihres Gehirns! In geschlossenen Räumen herrscht schnell ein zu viel an CO2. Unser Gehirn bekommt nicht genügend Sauerstoff, wir werden unkonzentriert und müde. Also: Fenster auf!

3. Zusätzlich zum Fenster öffnen ist Bewegung sehr wichtig. Durch die Bewegung kommt unser Kreislauf in Schwung, die Durchblutung wird besser, der Stoffwechsel wird aktiv. Dadurch werden wesentliche Körperfunktionen ebenfalls aktiviert, wir werden wach und aufmerksam. Zudem vermittelt unser Körper in der Bewegung über Muskeln und Nerven elementare Reize an unser Gehirn.

4. Relativ leicht zu beeinflussen ist unsere Ernährung. Die nötigen Nährstoffe und Vitamine befinden sich in Fisch, Ölen und Vollkornprodukten. Nicht zu vergessen natürlich Obst und Gemüse. Wer sich also ausgewogen und gesund ernährt, hilft gleichzeitig seinem Gehirn. Und die gute Nachricht für alle Süßen: Traubenzucker oder auch Schokolade helfen bei einem kurzfristigen Konzentrationsloch, sind also ab und zu durchaus erlaubt.

Keine super Neuigkeit für Sie dabei? Das ist so gedacht. Die meisten von uns wissen gut Bescheid, was unserem Körper und Gehirn theoretisch gut tun würde. Und sie tun es doch nicht. Da hilft, immer mal wieder von außen auf diese Themen gestoßen zu werden, um sie wieder einmal umzusetzen. Wenn Sie nicht alles auf einmal beachten können, gehen Sie in kleinen Schritten ans Werk. Denken Sie zuerst einmal z.B. nur ans ausreichende Lüften. Oder nur an Bewegung. Wenn Sie das in Ihren Tagesablauf integriert haben, dann machen Sie sich an den nächsten Schritt. Und bitte nicht ärgern, wenn’s nicht geklappt hat – loben Sie sich an den Tagen, an denen Sie Ihr Vorhaben umsetzen.

Viel Erfolg damit – ich geh jetzt erstmal in den heute sogar sonnigen Wintertag hinaus und genieße die frische Luft!

Herzliche Grüße,
Julia Hayn

P.S.: Beachten Sie bitte die Fürther Frauenmesse am 22./23.02. 2014!