Was macht eine Bewegung anstrengend? – Die Gedächtnistainerin

Kennen Sie den Spruch „Der dumme Esel schleppt sich auf einmal tot?“. Ich habe ihn im Lauf meines Lebens ab und zu zu hören bekommen, wenn ich möglichst alle Einkäufe auf einmal ins Haus geschleppt habe anstatt mehrmals zu gehen. Das erschien mir das kleinere Übel – und dabei wollte ich mich weder als Esel noch als dumm bezeichnen lassen.

Wissenschaftler am Primatenzentrum Leipzig haben genau dazu eine Untersuchung durchgeführt: Wie entscheiden wir, ob wir eine Bewegung ausführen oder nicht? Und sie haben herausgefunden, dass mein Ansatz, weniger aber schwerer beladen zu laufen, der Ansatz der Allgemeinheit ist.

Bevor wir vor der Entscheidung stehen, welche Bewegung wir ausführen, wägen wir Kosten und Nutzen ab. Und diese Kosten-Nutzen-Rechnung fällt meist so aus, dass wir länger andauernde Bewegungen als kostenintensiver empfinden als kürzere. Also lieber einmal schwer beladen vom Auto zur Haustüre laufen als zweimal weniger beladen. Auch wenn letzteres im Endeffekt vielleicht weniger Energie kosten würde. Doch die subjektive Abschätzung schlägt hier die rational Berechnete.

Fazit: Beladen Sie sich so schwer wie Sie wollen – hauptsache, Sie tun es rückengerecht, dass danach kein Hexenschuss droht. Das bedeutet: Beim Bücken in die Knie gehen, nicht über den Rücken. Gewicht nah an den Körper und dann geht’s los!

Viel Spaß beim Einkäufe bzw. Koffer schleppen,

Ihre Julia Kunz