Was Lernen mit unserem Gedächtnis macht – zum Geburtstag von Eric Kandel

Eric Kandel, Nobelpreisträger für Medizin im Jahr 2000, hatte gestern Geburtstag. Ich durfte ihn letztes Jahr kennenlernen und freue mich, den – wie er in vielen Medien genannt wird – wichtigsten Hirnforscher der Neuzeit live erlebt haben zu dürfen. Faszinierend, wie geistig topfit, rege und absolut am Puls der Zeit er noch ist!

Ihm haben wir viel zu verdanken: Er entdeckte, dass die Gehirnzellen beim Lernen miteinander kommunizieren. Die Reize, die wir aufnehmen – zum Beispiel, wenn wir ein Bild betrachten – wandern mittels eines physikalischen Prozesses die Nervenzellen entlang und werden dann in einem chemischen Prozess durch Botenstoffe, sogenannte

Thanks to Rattikankeawpun at freedigitalphotos.net

Neurotransmitter über den synaptischen Spalt zur nächsten Nervenzelle weitergeleitet. Die Verbindungen der Neuronen verändert sich durch das Lernen. Je mehr wir lernen oder je intensiver wir uns mit etwas beschäftigen, desto mehr.

Das ist die Grundlage allen Lernens und ich spreche in jedem meiner Seminare davon. So wird vielen klar, warum manche Lernmethoden wirksam sind und manche nicht. Warum es wichtig ist, dass wir Lernstoff wiederholen und dass wir uns intensiv mit Dingen beschäftigen. Und warum es sinnvoll ist, dass wir mit unserem Gehirn pfleglich umgehen. Diese ganzen Erkenntnisse hat uns Eric Kandel beschert und ich bin unglaublich dankbar, dass er diesen Teil des so faszinierenden Organs „Gehirn“ erforscht hat.

 

 

Hier habe ich ein superinteressantes Interview aus dem Jahr 2015 mit ihm gefunden – lesenswert für alle und jeden.

Mr Kandel – thank you so much and happy birthday to you!

Yours, Julia Kunz