Gute Vorsätze für weniger Stress?

Einer der Lieblingsvorsätze von Lernenden jeden Alters ist, dieses Jahr wirklich rechtzeitig anzufangen und nicht so in Stress zu geraten wie vor den letzten Prüfungen. Das ist ein sehr guter Vorsatz, den ich mit wissenschaftlichen Fakten des Leibniz-Instituts für Arbeitsforschung an der TU Dortmund garnieren werde.

Dass Stress unser Immunsystem beeinflussen kann, ist bekannt. Jetzt wurde von Psychologen und Immunologen analysiert, wie sich Prüfungsstress auf unser Abwehrsystem auswirkt. Eine Frage war auch, ob und welche Persönlichkeitseigenschaften bei der Antwort des Immunsystems auf Stress mitreden.

Es gibt viele verschiedene Quellen für Stress. In der vorliegenden Studie wurde Prüfungsstress besonders untersucht.

Man wusste schon aus anderen Studien, dass zum Beispiel die Anzahl und Funktionalität von uns vor Krankheiten schützenden Immunzellen unter Stress weniger wird. Warum das so ist, konnte man noch nicht klären.

Für Prüfungsstress ist charakteristisch, dass er aus einer Mischung von chronischen und akuten Stresselementen besteht: die lange dauernde Vorbereitungszeit, die Aufregung unmittelbar vor der Prüfung bis zum zermürbenden Warten auf Ergebnisse. Untersucht wurden die Probanden vor Beginn des Lernens, dann ca. 1,5 Wochen vor dem Prüfungstermin und schließlich noch je einmal unmittelbar vor und nach der Prüfung. Die letzte Untersuchung in Form von Blut- und Speichelproben fand eine Woche nach der Prüfungsphase statt. Die Probanden waren Studierende in verschiedenen Semestern.

Zusätzlich zu den medizinischen Untersuchungen mussten die Probanden Fragebögen beantworten, bei denen es um Beruf und Privatleben ging.

Es zeigte sich, dass sich die Anzahl der Immunzellen im Blut im Verlauf des untersuchten Zeitraums verringerte. Personen, die von chronischem Stress betroffen waren, zeigten kaum eine Reaktion auf den Prüfungsstress. Sie verfügten aber schon von Haus aus über weniger Immunzellen. Das könnte heißen, dass das Immunsystem schon so weit geschwächt ist, dass es auf akute Stressbelastungen gar nicht mehr reagieren kann.

Um genauere Schlüsse daraus zu ziehen, und dieses Phänomen noch besser verstehen zu können, sind noch weitere Studien nötig.

Für diejenigen, die den guten Vorsatz haben, sich dieses Jahr nicht mehr zu sehr stressen zu lassen, gilt:

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  • Bewegen Sie sich!
    Stresshormone können wir durch Bewegung abbauen. Bewegen Sie sich regelmäßig und so, das Ihr Stoffwechsel in Schwung und Ihr Kreislauf auf Hochtouren kommt. Genießen Sie das Gefühl, körperlich ausgepowert zu sein.
  • Tun Sie’s! Schon Goethe wusste: „Der Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg liegt in drei Buchstaben: T U N“.

Ich gehe mich jetzt bewegen!

Herzlich, Ihre Julia Kunz