Gehirnjogging – sinnvoll oder nicht? Die Gedächtnistrainerin

Diese Frage wird mir oft gestellt: Soll ich Gehirnjogging machen? Bringt das was?

Unter Gehirnjogging verstehe ich all die Übungen, Spiele, Rätsel, die angeboten werden, um Ihre Gedächtnisleistung zu steigern. Das gilt für Rätsel auf Papier genauso wie für Angebote im Internet oder Apps.

Prinzipiell ist gar nichts dagegen zu sagen, wenn Sie Sudokus oder Kreuzworträtsel lösen, Knobelaufgaben meistern oder auch Gedichte auswendig lernen. Lösen Sie allerdings immer nur Sudokus, werden Sie sicher ein Großmeister im Sudokulösen. Ihr IQ wird allerdings nicht zunehmen. Bieten Sie Ihrem Hirn Abwechslung, lösen Sie mal ein anderes Rätsel. Wer Kreuzworträtsel löst, dem empfehle ich zur Abwechlsung mal die um-die-Ecke-gedacht-Rätsel. Oh ja, lästig und am Anfang schwierig. Doch bleiben Sie dran und dann werden Sie bald den Erfolg spüren.

Ich bin aber ein Fan von Gedächtnistraining. Was ist das?

Gedächtnistraining ist all das, was Ihr Gedächtnis komplett trainiert. Und das können Sie, indem Sie einen aktiven und bewegten Alltag leben. Das heißt:

 

 

  • raus aus Routinen: Gehen Sie auf den Vorschlag Ihrer Kollegen oder Mitarbeiter ein, eine Aufgabe einmal anders anzugehen.
  • rein in die Sportklamotten: Bewegen Sie sich! Nach ihrem Tempo, aber so, dass Sie außer Atem kommen und Ihr Stoffwechsel aktiviert wird. Dreimal 30 Minuten in der Woche sind schon super!
  • ran an die sozialen Kontakte: Treffen Sie sich mit Menschen. Ob das Ihre Familie ist, Ihre Freunde oder Mitarbeiter – sozialer Austausch ist Hochleistung fürs Gehirn. Debattieren Sie über Themen, die sonst eher nicht so in Ihr Repertoire gehören.
  • raus ins Getümmel: Kino, Theater, Oper… hier erwarten Sie neue Impulse und Denkanstöße oder einfach auch nur Genuss.
  • rüber ins Querdenken: Nutzen Sie die Möglichkeiten, die Ihnen die vielen Kreativitätstechniken bieten, um Ihre Gedanken mal in andere Bahnen zu lenken. Ob MindMap, Kopfstandbrainstorming oder die 635-Methode – da ist für jeden etwas dabei.

Wenn Sie aktiv im Leben stehen und sich für Ihre Umwelt interessieren, dann machen Sie automatisch Gedächtnistraining. Nämlich dann, wenn Sie einer Frage nachgehen, Sport treiben, mit Freunden ausgehen oder sich mit Ihren Kindern beschäftigen. Leben Sie einfach, das tut auch Ihrem Gehirn gut. Fordern Sie es. Es dankt es Ihnen mit neuen synaptischen Verbindungen und somit mehr Kapazität für Ihr Gedächtnis.

Noch mehr Tipps zum Gedächtnistraining finden Sie in meinem Blogbeitrag vom März diesen Jahres.

Und noch mehr – von mir persönlich – hier.

In diesem Sinne,

Ihre Julia Kunz