Einkaufserlebnis mal anders

Man mag die Forschung um die Faktoren, die uns beim Einkaufen im Supermarkt beeinflussen, als Steilvorlagen zur Manipulation ansehen. Fakt ist jedoch, dass dahinter so viel Geld steckt, dass immer weiter geforscht wird.

Neben Dingen wie Geruch, Farbe, akustischer Beschallung u.v.m. sind Forscher jetzt darauf gestoßen, dass es für uns Einkäuferinnen und Einkäufer sehr wichtig ist, ob und wie viele Menschen mit uns im Supermarkt sind. Sind zu wenige dort, werden wir misstrauisch: Ist die angebotene Ware zu teuer? Ist die Qualität schlecht? Sind zu viele andere Einkaufende unterwegs, greifen wir möglicherweise gar nicht zu Ware, die wir eigentlich kaufen wollten, weil da gerade schon jemand anderes steht.

Warum das so ist, das erforschen jetzt Wissenschaftler um Michael Luck am Institut für Marketing und Dienstleistungsforschung in Rostock. Sie suchen nach Ideen, die uns Käuferinnen und Käufern letztendlich das optimale Einkaufserlebnis bescheren sollen. Sprich: Wie wir den Geldbeutel am weitesten aufmachen. Im O-Ton heißt das: „Wir analysieren das Phänomen des Einflusses anderer Kunden tiefgründig und  forschen nach Erklärungsansätzen.“

Da hilft wohl nur, die ungeliebte Nachbarin mit zum Einkaufen zu nehmen. Damit das Einkaufserlebnis nicht zum Wellnesserlebnis wird.