Ein subjektiver Bericht vom Impulstag voller Impulse von GABAL

Wieder einmal ist ein GABAL Impulstag vorbei. Schade eigentlich. Denn wieder einmal war die Mischung aus (meist) sehr guten Vorträgen von absolut professionellen Rednern und dem Kontakteknüpfen in den Zeiten zwischen den Vorträgen in einem wunderbaren Gleichgewicht.

Joy Smile Represents Friendliness Cheerful And Positive by Stuart Miles

Joy Smile Represents Friendliness Cheerful And Positive by Stuart Miles

Bei Veranstaltungen dieser Art, die ich als Zuhörerin besuche, genieße ich immer die Tatsache, selbst einmal nur zuhören zu dürfen. Meine Erkenntnisse aus der Gehirnforschung und meine Erfahrungen als Trainerin versuche ich dann, mit den Präsentationen der Kolleginnen und Kollegen abzugleichen. Zu meiner großen Freude stelle ich immer wieder fest, dass es doch, welch Überraschung, die Emotionen sind, die uns am meisten
aufhorchen lassen.

Denn in den Gesprächspausen wurde auch heute am meisten über den Vortrag gesprochen, in dem HULK Hans-Uwe L. Köhler (Über das Gelingen. Wie Ihnen Ihre Trainerkariere gelingt.) mit einer Attitüde, die man irgendwo zwischen Arroganz und ich-weiß-nicht-was ansiedeln muss, gesprochen hat – und damit hat er begeistert! Keiner muss seine Art nachmachen, der sich damit nicht wohlfühlt. Und Sätze wie „Ich bin nicht an Ihren Sympathien interessiert.“ muss man erst mal sagen können, ohne dass sich gleich der ganze Saal beleidigt fühlt.

Doch das ist sicher einer der Vorträge, der am meisten im Gedächtnis blieb. Und das, wo er der erste Vortrag eines langen Tages war. Doch auch hier signalisiert der „Informationswächter“ Hippocampus: Her mit der Information, die ist anders als alle anderen, die lasse ich durch ins Gedächtnis!

Sehr interessant und informativ in jeder Hinsicht war auch Oliver Schumacher (Honorare durchsetzen. Wie Sie dem Kunden das Ja erleichtern.) Meinen Kundinnen und Kunden predige ich ständig, dass ohne Visualisieren gar nichts geht. Ich selbst halte mich auch daran und visualisiere, wo immer es geht. Und dann kommt Oliver Schumacher und redet 40 Minuten ohne Punkt und Komma – und vor allem ohne Power Point oder Flipchart (fast ohne Flipchart). Und das beste: Alle hören gebannt zu! Da steht einer vorne, der seinen für uns Trainer extrem interessanten Inhalt so gut rüberbringt, dass er tatsächlich fast ohne Visualisierung auskommt. Was ist das Zauberwort? Sie ahnen es: Emotionen! Die Rede ist voller Emotionen, Geschichten, direkter Ansprache an die Zuhörer. Ich fühlte mich immer wieder genau verstanden. Und hier landen wir wieder beim Hippocampus: Emotionen sind es, die uns Dinge merken lassen. Emotionen sind das Salz in der Faktensuppe und das will unser Gehirn.

Also wieder einmal ein Tag voller Impulse, die jetzt verarbeitet werden wollen. Und wenn dann mein Gehirn wieder denken kann, dann fallen mir auch wieder gute Gründe ein, warum es ganz ohne Visualisieren trotzdem nicht geht!

Image Courtesy of Stuart Miles at FreeDigitalFotos.net