Ein Schwätzchen mit Kollegen in Ehren… Newsletter IV 2014

Es tut sich was Neues: Ich werde meine kommunikativen Aktivitäten in Zukunft weg von Facebook und XING hin zu meiner Homepage verlagern. Es erscheint mir sinnvoller, Leser auf meine Homepage zu holen anstatt sie auf Facebook und co. zu leiten. Das heißt: Ich bin unter die Bloggerinnen gegangen. Einige Beiträge sind schon veröffentlicht, lesen Sie hier nach.

Beachten Sie bitte diese zwei Termine, die für jedermann und –frau offen sind: die 14. BVMW-Pecha-Kucha-Nacht, die ich zum zweiten Mal moderiere und die Top(f)gespräche. Referentin des Abends bin ich mit einem kurzen Input zum Thema „Namen merken“. Beides sehr gute Gelegenheiten zum Netzwerken und wertvolle Kontakte knüpfen.

Außerdem weise ich auf meine Veröffentlichungen der letzten Zeit hin. Besonders interessant scheint mit der Webtalk mit dem Vorsitzenden von GABAL e.V., Hanspeter Reiter.

Sie halten gerne einen Schwatz mit der Kollegin? Sie fachsimpeln öfter mit dem Kollegen über ein gemeinsames Hobby, das nichts mit der Arbeit zu tun hat? Sie treffen sich gerne mit Freunden, weil das einfach schön ist?

Wir wissen, dass solche Aktivitäten wichtig sind, der Erbauung und Erholung dienen. Keiner kann ohne soziale Kontakte existieren. Wir brauchen den Austausch mit unseren Mitmenschen – die einen mehr, die anderen weniger.

Falls Ihnen bisher die Begründung gefehlt hat, warum Sie sich jetzt privat mit dem Kollegen unterhalten müssen (oder als Schülerin oder Schüler statt in die Schulbücher zu schauen mit dem Freund skypen müssen), liefern Ihnen jetzt die Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich eine offizielle Begründung:

Durch diese sogenannten „sozialen Interaktionen“, sprich: Gespräche mit unseren Mitmenschen, wird das Belohnungssystem im Gehirn aktiviert. Das funktioniert nur bei menschlichen Gegenübern. Mit Maschinen, den Schulbüchern oder auch der Wand zu sprechen, kann das nicht ersetzen und aktiviert unser Belohnungszentrum nicht. Wenn es der Chef genau wissen möchte, bringen Sie jetzt noch das ventrale Striatum und den medialen orbitofrontalen Kortex ins Gespräch. Denn in diesen Gehirnteilen wird die Aktivität intensiver, je mehr der Gesprächspartner am Gespräch teilnimmt.

Dass das Belohnungssystem so stark ist, dass wir Dinge tun, die wir natürlich eigentlich gar nicht tun wollen – also z.B. den interkollegialen Schwatz zu Arbeitszeit – das wissen wir schon lange vom Schokolade essen: nicht die Schokolade ist schuld, es ist einfach unser ventrales Striatum und der mediale orbitofrontale Kortex, die uns keine Chance lassen.

In diesem Sinne: Lassen Sie sich die Schokolade schmecken und genießen Sie den Austausch mit Ihren Mitmenschen.

Ihre Julia Hayn

P.S.: Die gute ernsthafte Seite an der Sache: Der wissenschaftliche Nutzen liegt in der Forschung über Ausbildung von Autismus und lässt hoffen, dass dort neue Erkenntnisse gewonnen werden.