3 Tipps, wie Sie unangenehme Aufgaben erledigt bekommen

Schon Goethe sagte: Der Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg besteht in drei Buchstaben: TUN. Begeben wir uns auf die Spuren Goethes und übertragen wir sie in die sog. „modernen Zeiten“:

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T – Trauen

Nehmen Sie sich heute eine Aufgabe vor, die sie schon dauernd vor sich herschieben. Überlegen Sie genau, ob Sie sie morgens als erstes erledigen wollen oder lieber abends. Oder spontan zwischendurch – für diesen Fall nehmen Sie sich bitte für alle Fälle ein „spätestens um…fange ich an“ vor.

Diese Aufgabe ist zu umfangreich und wegen Zeitdruck heute nicht zu schaffen?

Nehmen Sie sich Zeit und verschaffen sich einen Überblick. In welche sinnvollen Schritte lässt sich die Aufgabe aufteilen? Wie verteilen Sie diese Schritte auf die nächsten Arbeitstage? Lässt sich etwas delegieren? Sind anspruchslose Teilaufgaben dabei, die Sie in einer Phase der Unkonzentriertheit oder Müdigkeit erledigen können? Brauchen Sie Kollegen oder Kolleginnen dafür?

Diese Aufgabe ist schnell erledigt und trotzdem haben Sie keine Lust dazu?

Tun Sie es JETZT – stoppen Sie mit dem Lesen dieses Blogs (vorausgesetzt, Sie lesen nachher weiter…). Und dann: Haken dran, erleichtert sein, freuen weil erledigt.

Diese Aufgabe strengt Sie an und ist mühsam?

Gibt es einen Kollegen oder eine Kollegen, der/die das gerne macht? Können sie mit ihm/ihr Aufgaben tauschen? Falls nicht: Wussten Sie, dass Ihr Gehirn froh ist, wenn es sich anstrengen darf? Es entstehen neue synaptische Verbindungen, Ihr Gehirn bleibt geschmeidig, wenn es sich immer wieder mit neuen und auch anstrengenden Aufgaben befassen darf.

Zudem entwickeln wir uns jedes Mal ein kleines Stückchen weiter, wenn wir einmal wieder aus unserer bequemen Komfortzone raus müssen.

Deshalb auch hier: Tun Sie es JETZT.

U – Umziehen

Manche Aufgaben schiebe ich vor mir her, weil ich dafür Platz brauche. Ich hantiere gerne mit Papier, Farben, vielen Post-Its, manchmal Schere und auch Tesafilm. Nachdem ich einen Redaktionsplan für diesen Blog brauchte, dies aber immer wieder vor mir hergeschoben hatte, zog ich um: Ich ging in einen anderen Raum mit einem großen freien Tisch, legte mir alle Utensilien zurecht und begann zu – ja, von außen sah es vermutlich wie basteln aus. Für mich war es: intensiv denken und arbeiten. Und am Schluss stand der Redaktionsplan (weswegen heute, am 18.10. ein Blogartikel zum Thema „Zeitmanagement“ erscheint).

Wenn es Ihnen möglich ist, versuchen Sie es mit einer Ortsänderung. Ob ein anderer Raum, eine andere Ecke Ihres Büros oder auch, ganz verwegen, draußen. Manche Aufgaben brauchen vor allem Nachdenken und das geht an der frischen Luft in Bewegung meistens am besten. Und aufschieben ist plötzlich nicht mehr wichtig.

N – Neues wagen

Falls Sie zu den Menschen gehören, die sich am klassischen Zeitmanagement die Zähne ausbeißen: willkommen im Club! Wagen Sie etwas Neues, machen Sie es anders – nach dem Ansatz von Cordula Nussbaums „Zeitmanagement für kreative Chaoten“:

  • Her mit Post Its, Zettelwirtschaft & co! Ich liebe meine Zettel. Wichtig ist nur, dass diese nicht hinter den Schreibtisch rutschen, zwischen Papier verschwinden oder sonstiges. Deshalb: Sammeln Sie Ihre Zettel in einer Mappe, kleben Sie sie in eine Kladde oder ähnliches. Und arbeiten Sie sie dann ab.
  • Die Termine, die Sie in Ihrem Kalender für bestimmte eigene Aufgaben blockiert haben, klappen nicht? Halten Sie die Termine flexibler und legen Sie nicht heute schon fest, was Sie am Freitag um 8:23 machen „müssen“. Halten Sie sich die Zeit frei und wählen Sie spontan aus den zu erledigenden Dingen das aus, wonach Ihnen jetzt ist.
  • Machen Sie sich Dinge sichtbar. Ich habe einige Listen ausgedruckt (!), auf die ich immer wieder schaue. Als Selbständige mit meinem ganz eigenen Büro habe ich die Freiheit, mir manche dieser Listen vor die Nase zu hängen und sie so im Blickfeld zu haben (z.B. mein wunderbarer Redaktionsplan – inzwischen ordentlich in Excel verfasst). Wenn das nicht möglich ist, legen Sie eine Mappe an, die Sie abends weg- und morgens schnell wieder herräumen können. Oder klicken Sie diese Übersichten auf einem zweiten Bildschirm morgens auf und abends wieder zu. So dass Sie das im Blick haben, was Sie wirklich brauchen.

 

Trotz aller Tipps ist das Geheimnis das TUN. Legen Sie los – schon auf dem Weg dahin wird Ihr Gehirn mit Dopamin überschüttet, Sie werden motiviert sein. Bei Erledigung genießen Sie die Flutung Ihres Gehirns mit Glückshormonen!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen glücklichen Tag,

Ihre Julia Kunz